Bewusstsein ist Ursprung allen Seins


Wenn man vom Ursprung spricht (unterwelchem Namen auch immer), entgeht

einem leicht die tatsächliche Lage der Dinge. Da ist nämlich von einem Ich die

Rede, das seine wahre Natur sucht, nämlich den Ursprung des Seins. Es geht

jedoch darum zu erkennen, dass man sich sowohl von der Idee des Ich als auch

von der des Seins trennen muss.

Der Ursprung - die Leere, die vollkommene Fülle ist - ist nämlich nicht

Sein, sondern Nichtsein. Leere bezieht sich nur auf das Bewusstsein.

Fülle und Leere sind relative Begriffe. Selbst reines Gewahrsein ist

eine Form des Bewusstseins. Reines Sein, alles erfüllend und jenseits

von allem, ist nicht Existenz, welche begrenzt ist. Alle Begrenzung ist

Einbildung, nur das Unbegrenzte ist real. Die Summe aller Projektionen

nennt man Maha-Maya, die große Illusion. Wenn ich durch den Verstand

im menschlichen Körper sehe, sehe ich zahllose Menschen. Wenn ich von

jenseits des Verstandes, von außerhalb schaue, scheint es einen

Beobachter zu geben. Außerhalb gibt es eine Welt, die beobachtet

wird. Der Beobachter, die Beobachtung und die Welt, die beobachtet wird,

erscheinen und vergehen zusammen. Und es gibt das "Ich bin", weil es

die

Welt gib. Wir Menschen sagen "Ich bin", weil die Welt ist. Sie scheinen zu

sagen, "die Welt ist, weil ish bin". Was ist wahr? Keins von beiden. Die

zwei sind ein- und derselbe Zustand in Raum und Zeit. Jenseits des

Beobachters liegt die unendliche Intensität der Leere und Stille. Jenseits

ist die Zeitlosigkeit. Alles Bewusstsein ist also in Zeit. Deshalb erscheint

ihm die Zeitlosigkeit als Unbewusstsein, und doch ermöglicht sie das

Bewusstsein.

Im endlosen Ozean des Lichts, das die Dunkelheit durchlichtet,

erscheinen Wolken des Bewusstseins, dunkel und begrenzt,

wahrnehmbar nur gegen einen Hintergrund.

Als Buddha sagte, dass das Leben Leiden bedeute, muss er wohl gemeint

haben, dass alles Bewusstein leidvoll ist, das ist offensichtlich. Das

Bewusstsein ist von selbst über einen gekommen, spontan, unwissent-

lich. Und das, was spontan gekommen ist, wird auf dieselbe Weise

wieder gehen. Letztendlich geht es darum, den Bund mit dem

Bewusstsein aufzugeben.


Aus der Heisenbergschen Energie-Impuls-Unbestimmtheitsrelation geht hervor, dass

unser Universum bei mikroskopischen Abständen und Zeitintervallen ständig der

Schauplatz eines wilden Hin und Hers von Energie und Impuls ist. Sogar in einer

leeren Raumregion sind nach dieser Relation Energie und Impuls unbestimmt. Sie

schwanken oder fluktuieren zwischen Extremen hin und her, die umso größer

werden, je kleiner der Raumbereich und der betrachtete Zeitraum werden. Wenn

eine Energiefluktuation groß genug ist, kann sie vorübergehend bewirken, dass sich

ein Quant X und sein Antimaterie-Partner X in einer Eruption bilden, obwohl die

Region ürsprünglich leer war! Da die Energie schnell "zurückgezahlt" werden

muss, vernichten oder annihilieren sich die Teilchen schon im nächsten Augenblick

wieder, wobei sie die Energie freisetzen, die sie bei ihrer Entstehung aus dem

Quantenfeld "ausgeborgt" haben. Gleiches gilt für alle anderen Formen, die

Energie und Impuls annehmen können - Eruption und Annihilation (Manifestation

und De-Manifestation; Kommen undGehen) anderer Partikel, heftige Schwingungen

elektromagnetischer Felder, Fluktuation starker und schwacher Kraftfelder. Die

Unbestimmtheitsrelation offenbart jedoch, dass der makroskopische Durchschnitt

eine Fülle von mikroskopischen Aktivitäten verschleiert. Werden alle diese nicht

endenden Fluktuationen addiert, erhält man ein Hintergrundmeer aus Licht mit

einer immensen Gesamtenergie. Diese bezeichnet man als Nullpunktfeld des

leeren Raumes. Der physische Kosmos ist an das Gesetz der periodischen

Wiederkehr gebunden.


In den heiligen Schriften der Hindus wird der "Heilige Geist" als OM/AUM bezeichnet.

"A" steht für Akara oder die schöpferische Schwingung, "U" für Ukara, die

erhaltende Schwingung und "M" für Makara, die vibrierende Karft der Auflösung.

"Vishnu" ist der"Wissende der Zeitalter und der Zeit". Er ist der Schöpfer und

Zerstörer von beiden.

Im Nullpunktfeld finden in zeitlich und örtlich begrenzter Abfolge Schöpfung,

Erhalt und Auflösung fortwähend statt. Jemand, der auf Sein (Vishnu) meditiert,

kann das Unsichtbare "sehen"/"erkennen".

Gott (Narayana) ist der vierte Zustand jenseits der drei Zustände des Wachens,

Träumens und Tiefschlafs, Derjenige, der das Sehen und die Dinge, die gesehen

werden, aufgegeben hat, ist Narayana. Der vierte Zustand des Selst betrachtet die

anderen drei Zuständ als unwirklich.


Es gilt die allgegenwärtige Präexistenz des Nichts zu erkennen, der nur

potenziellen Energie, woraus dann etwas auftauchen kann: aus dem Potenzial

der unendlichen Mannigfaltigkeit der Möglichkeiten das Verwirklichte, aus der

Nichtmanifestation die Manifestation ("Realitätsschaltung durch Kollaps

der Quantenwelle"). Es gibt ein Bewusstsein, ein Feld, eine Kraft, die alles

durchdringt. Mit der Entstehung des Bewusstseinsfeldes erscheint die Welt

zusammen mit den individuellen Körpern und all ihren Freuden und Leiden.

Dieses Feld geschieht nicht um uns herum, sondern es geschieht durch uns, und

es geschieht als wir. Wir sind das "U" - die erhaltende Schwingung - im

Quanten-Universum.


Du bist das Auge, durch das die Schöpfung sich selbst sieht. Das irdische

Dasein ist eine Reflexion des ewigen Geistes in Form von „Mann“ und

„Frau“. Der bewusste Beobachter ist Schöpfer seiner eigenen Realität.

Du und ich selbst´sind zeitlos mit mir. Bewusstsein kann nur das beob-

achten, was sich verändert. Das, was ewig ist, kann vom Bewusstsein

nicht beobachtet oder messend erfasst werden.


Wir Menschen sind bereits das Selbst, das reine Subjekt, die Übertragung, der

Ursprung aller Liebe. Daher kann das Selbst nicht durch irgend ein Tun erreicht

werden. Es kann sich selbst erfahren - "Ich-Bin" erfährt sich. Das Selbst ist voll-

kommen formlos, selbst-existent und wird durch nichts unterstützt ("Schwingungen

Seines eigenen einen Wesens"). Das, was am feinsten und kraftvollsten ist, weiß

alles, doch die fünf Elemente kennen es nicht.

Das reine Subjekt, der Ursprung ohne jeglichen Hauch von Objekthaftigkeit, kann

deshalb nicht sterben, weil darin nichts ist, was ins Sein treten oder daraus

verschwinden könnte.

Nur erschaffene Objekte können geboren werden und sterben. Alles, was „geboren“

wird, muss „sterben“ ("Kommen" und "Gehen").Nur Vergängliches kann ein Objekt

der Erkenntnis sein. Das reine Subjekt jedoch, der Ursprung, kann nur Ewigkeit

jenseits jeglichen Zeitbegriffs und verstandesmäßigen Zugriffs sein. In Wirklichkeit

gibt es keinen "Selbstverwirklichten" und das "Ich-Subjekt" wird von niemanden zu

keiner Zeit irgendwohin "geführt", weil es als als das eine Ich raum-und zeitlos ist.


Durch die Gnade des Ursprungs kommt es irgendwann zu einem erstaunlichen

Erwachen, das offenbart, das Leben nichts anderes als ein Traum ist. Der Schlaf

ist das ungetrübte Selbst. Nur, wenn ich das Selbst vergesse, sage ich, dass ich

geträumt habe. Wenn der Träumer aus einem Schlafraum erwacht, endet das

Träumen, und niemand fragt sich, was jetzt weiter aus den anderen

Beteiligten und Gegebenheiten im Traum wird. 

Das Träumen ähnelt dem "Bardo" (Übergang, Lücke zwischen dem Ende einer

Situation und dem Beginn der nächsten. "Bar" bedeutet "dazwischen" und"do"

heißt "aufgehängt") des Werdens, dem Zwischenzustand, in dem man einen hell-

sichtigen und äüßerst beweglichen "Geistkörper" besitzt, der alle möglichen Erfah-

rungen durchlebt. Auch im Traum haben wir einen vergleichbaren Körper, den

Traumkörper, der alle Erlebnisse des Traumlebens erfährt.

In dem Traum, den wir „Wachzustand“ nennen, ist es nicht anders. Wer war zuerst:

Die Welt oder derjenige, der die Welt sieht? Der Wachzustand und die Welt

unterscheiden sich nicht voneinander.

Doch weil wir in diesem Traum und an ihm beteiligt bleiben, ist es hier schwieriger

zu erkennen, dass es nicht wirklich „andere“ gibt und alles Phänomen ist.

Erscheinungen sind Geist, erscheinend und doch leer, leer und doch erscheinend;

sie sind nichts und erscheinen doch.

Die Welt offenbart sich, auch wenn die physischen Augen geschlossen sind. Die

Welt ist weder draußen noch drinnen. Sie ist lebendig und vollständig in jedem

Objekt, das wir betrachten, vorhanden. Was immer das Objekt sein mag, es ist

nicht abgetrennt von der letztendlichen Wirklichkeit. Es enthält nämlich die

grenzenlos weite Gesamtheit der Wirklichkeit.

Uns Menschen stehen das Auge, das Erkenntnisvermögen und der Raum in Form

des Kausalkörpers zur Verfügung, aber wenn es keinen Zeugen in Form des

Großen-Kausalkörpers ("Bewusstsein: "Ich-Bin") gibt, um diese drei zu verbinden,

dann gibt des keinerlei Wissen (Erkennen) auf keiner Bewusseinsebene.

Das, was wahrgenommen wird, "die Welt, ist die Reflexion des eigenen Bewusst-

seins.

Sie wird aufgrundvon Dualität wahrgenommen. Ohne Dualität existiert keine Welt.

Die Welt existiert nur in einem selbst. Zeit entsteht mit dem Gefühl "Ich bin" -

damit fängt alles an. Die Welt und der Wachzustand entstehen und vergehen

zusammen. Wenn der Verstand still ist, absolut ruhig, existiert der Wachzustand

nicht mehr. Die Erfahrung der Zeit verschwindetzusammen mit der Welt, genau so,

wie ein Traum aufhört. Tatsächlich stellt der Träumer beim Erwachen fest, dass

es nie einen Träumer gegeben hat, nur das Träumen.

Das, was wir Leben nennen, ist ein Film auf der Leinwand des „Raumes“, eine

Illusion von Bewegung, erzeugt durch Abfolgen dreidimensionaler "Standbilder",

wahrgenommen und erkannt nur so lange, wie das „Licht des Bewusstseins“

vorhanden ist. Alles Bewusstsein - das Vibrieren des Seins - ist in Zeit, und

deshalb erscheint ihm auch die Zeitlosigkeit als Unbewusstsein, und doch

ermöglicht sie das Bewusstsein.

Alles ist Wirklichkeit, und Illusionen,Erscheinungen und Schatten können

daher nur Abbildungen dieser Wirklichkeit sein.

Wenn wir die phänomenale Welt als Illusion von der Wirklichkeit unterscheiden

würden, müssten wir sagen, dass die Wirklichkeit weniger als das Ganze ist.

So weitet sich der Ursprung in gedachte Zeit und gedachten Raum aus und

manifestiert sich als Empfindungsfähigkeit. In diesem nur als Vorstellung

existierenden raumzeitlichen Universum scheint sich der Ursprung in ein

erfahrendes Subjekt und ein erfahrenes Objekt aufzuspalten ("Spaltungs-Geist").

Als Empfindungsfähigkeit bringt der Ursprung in der Manifestation durch polare

Beziehungen Unterscheidungen hervor. Die Gespaltenheit des Geistes, der ja

Inhalt des Bewusstseins ist, entsteht, weil das Bewusstsein sowohl es selbst als auch

der „psychosomatische, neurobiologische Apparat“ sein möchte, mit dem es sich

identifiziert. Es kommt zu einer Gespaltenheit zwischen seiner wahren Subjektivität

und der sich in dieser Identifikation begründeten „Pseudosubjektivität des Ego“

(das Ego als "Pseudo-Seele"). Das ist die Spaltung zwischen dem, was wir sind, und

dem, was wir zu sein glauben.Wenn wir Menschen uns vom Feld abspalten, werden

wir unweigerlich von Gedanken bedrängt. Es hilft die Einsicht, dass alles Denken

und Handeln im Dualismus stattfindet, dass der bewusste Denkprozess, das Ego, ein

Erzeugnis des Spaltungs-Geistes ist und dass das ständige Nachdenken über die Zu-

kunft nach Vorgaben der Vergangenheit zu endlosen Unvereinbarkeiten, Konflikten

und Spannungen führt.So geht Angst immer vom "anderen" aus, denn alles, was als

"anderes" wahrgenommen wird, steht in Oposition zum "ICH". Dualität ist das

Prinzip, aufgrund dessen es zur phänomenalen Manifestation kommt.

Im "noumenalen" Sinne sind wir Bewusstsein in Ruhe, der ganze oder ungeteilte

Geist. Diese Dualität ist der Ausgangspunkt, von dem aus das subjektive

"Noumeneon" objekthaften Charakter annehmen kann. Quantenphilosophisch 

gesehen spaltet sich die Noumenalität (entspricht: Bewusstsein in Ruhe,

ganzer, ungeteilter, ursprünglicher Quantengeist) durch einen Kollaps der

Quantenwelle (entspricht: Bewusstsein regt sich) in zweiAnteile:

das Subjekt (nimmt wahr und erkennt) und das Objekt (wird wahrgenommen

und erkennt). Auf der noumenalen Ebene (vor dem Kollaps) sind Erkennender,

Erkennen und Erkanntes Eins. Die Geistesverfassung einer ungeplanten Aktivität

ist daher ein Zustand höchster Wachheit, in dem der Geist von keinem Denken und

Objektivieren gestört wird.


Der Verstand ist stets das, was er denkt. Das, was der Verstand "erfunden" hat,

zerstört der Verstand auch wieder. Das „Ich“ möchte sich vorteilhaft vom„anderen“

abheben. Ein Schatten kann jedoch nicht das finden, was ihn wirft. Der Spaltungs-

geist ist nur eine spezialisierte Aktionsform des ursprünglichen Bewusstseins, mit

dessen Hilfe es die zahlreichen alltäglichen Abläufe bewältigt. Wo keine Bewegung,

Unruhe, Tumult ist, da ist auch keine Handlung. Bewegung um der Bewegung Willen

ist Chaos.

Aktivität ist nicht Aktion. Aktion ist latent, unbekannt und unerkennbar. Wahres

Tun ist nicht bloße Ortsveränderung, sondern Wandlung ("Transformation",

„Heilung“). Der Fluss von Bewusstheit, tiefem Verstehen und Intuition, die wir

erfahren oder leben, wenn der Geist, Verstand und die freien Gefühle in einer

kohärenten Ausrichtung mit dem Herzen gebracht werden, ist Herzintelligenz und

zeigt: Die Welt erneuert sich aus sich selbst heraus. Nichts zwingt uns Menschen.

Wir sind immer das, was wir glauben zu sein.Herzintelligenz liegt der zellulären

Organisation zugrunde, führt und entwickelt Organismen zu erhöhter Ordnung,

Bewusstheit und Kohärenz ihrer Körpersysteme. Herzintelligenz kann durch Selbst-

iniative und kontinuierliche Praxis aktiviert und erhalten werden.


Wir tun so viel unnötige Dinge. Es ist die Weigerung zu hinterfragen, die

unser Karma erzeugt. Und weil das Gesetz von Karma zwangsläufig und unfehlbar

ist, verletzen wir letztlich immer uns selbst, wenn wir anderen schaden.

Es ist stets die Selbstidentifikation mit dem Endlichen, die Ursache für Leiden ist.

Es ist die Gleichgültigkeit unserem Leiden gegenüber, die es andauern lässt.

Das Leben ist ist Liebe, die Liebe ist das Leben, das keinen physischen Körper

braucht. Es ist der Körper, der das Leben braucht.

Viele Menschen bleiben ständig beschäftigt, weil sie es schwierig finden, ihr eigenes

Bewusstsein zu ertragen. Denken erzeugt Schicksal. Die Wahrheit kein Objekt der

Erkenntnis sein. Nur etwas Vergängliches der phänomenalen Welt kann Objekt der

Erkenntnis ein.

Die im Unterbewussten vorhandenen Programme, Konzepte, Glaubenssätze und

Modellvorstellungen über uns und die Welt, die im menschlichen Alltagsbewusstsein

zu etwa 95% wirksam sind, im Gegensatz zu den ca. 5% bewussten kreativen,

mentalen, emotionalen und intuitiven innenpsychischen Aktionen im Menschen,

erzeugen dementsprechende Umstände für die Schicksalserfüllung. Wenn wir im

Gefühl der Liebe sind, kehren sich die Verhältnisse - kehren wir uns - um.

Der Drang, ein auffindbarer Jemand - ein Täter zu sein - erzeugt Konflikte und Leid.


Aus der emotionalen Prozessarbeit in Aufstellungen im Institut für kreatives Leben

und Therapie, in der "Aufstellungen" aufgestellt worden sind, habe ich folgende

Erkenntnisse gewonnen:

- Das morphogenetische Feld kann nicht aufgestellt werden.

- Das Bewusstsein im morphogenetischen Feld wird seiner selbst erst ansichtig

  und erfahrbar, indem  es sich als Person (aufgestelltes Element) mit

  wahrnehmbaren Ausstattungsmerkmalen manifestiert, damit Transformation

  möglich ist.

- Ein mentaler oder emotionaler Konflikt im Geist des Bewusstseins erschafft

  ein oder mehrere Symptome auf der Leinwand "physischer Körper".

- Ohne einen Menschen, der also als "Feld-Darsteller" fungiert, kann sich ein Konflikt

  niemals symptomatisieren.

- Alle Konflikte sind dazu da, uns Menschen bewusst zu machen, dass wir uns selbst

  noch nicht erkannt haben, noch nicht zu uns selbst gekommen sind.

- Der Mensch als Manifestation von Bewusstsein dient dem Bewusstsein als

  Werkzeug zur Selbsterfahrung. Damit erfährt und ient das Bewusstsein widerum

  sich selbst.

- In "Krisen-als-Chance-Fenstern" können Menschen einen Wendepunkt erreichen,

  in dem sich das als Person identifizierte ursprüngliche Bewusstsein - nie das illuso-

  rische Individuum - einwärts seiner wahren Natur zuwendet, Heilung auf allen

  Ebenen erfahren wird und die Selbsterforschung beginnt.

- Solange wir Menschen dem Glaubenssatz anhaften, dass wir selbstbestimmt sind,

  werden wir fremdbestimmt sein. Wenn wir diese mentale und emotionale

  Programmierung in uns loslassen, und ebenfalls das Ego, können wir über jede

  Bestimmung hinauswachsen und wir können damit aufhören über uns bestimmen

  lassen.

- Offenbar ist Karma, das natürliche, unfehlbare Gesetz von Ursache und Wirkung -

  über Zeit und Raum, die reale, treibende Kraft hinter der "Wiedergeburt", der

  Manifestation in die physische Raum-Zeit. Karma zerfällt nicht, wie äußere Dinge,

  noch wird es außer Funktion gesetzt. Seine Energie und deren Informationsgehalt

  bleibt erhalten, bis es zur Reife gelangt. Dem "Ich" kommt  kein Eigensein zu 

  und ist daher illusionär. Das, was von Existenz zu Existenz wandert, ist die offen-

  sichtliche Fortdauer einer erkennbaren Funktion und nicht einer konkreten Entität.

  Ein bestimmter Bewusstseinsstrom verfügt über Eigenschaften, die durch

  Haltungen, Worte und Gedanken im Mentalfeld geformt sind - ein Zustand von

  Formationen des Nichtwissens oder Wissens - und differenziert sich darin von

  anderen Bewusstseinsströmen. Man könnte diese Funktion mit einer sich fort-

  setzenden Welle (Energietransport jedoch ohne Massentransport und mit

  aufgeprägtem Informationsgehalt) vergleichen.

  Es gibt offenbar keine Entität, die wiedergeboren werden würde, sondern nur

  den Nachhallvon bewusstseinskonfigurierten Haltungen im Ausdruck von

  Handlungen, eine große Anzahl von Einzeltaten, die wir Menschen in der

  Vergangenheit aus "freien Stücken" ausführten, von Worten, Gedanken, die

  die Parameter des Bewusstseinstroms verändert haben - im Sinne des bedingten

  Entstehens. Dieser Nachhall geschieht auch aus früheren Manifestationen heraus

  aus dem Kontinuum von Daseinszuständen. Karma geschieht auch immer jetzt.

  Nichts ist festgeschrieben. Das bedeutet, dass ausschließlich wir selber die Ver-

  antwortung für unsere Lebenssituation haben: Wie die Ursache, so die Wirkung.

  Da gibt es keine außenstehende Macht, Kraft, richterliche Instanz, die uns hin-

  und herstößt.

  Da Geist die Eigenschaft hat sich zu manifestieren und sich im Sinne des

  bedingten Vergehens zu demanifestieren, ist "Wiedergeburt" nichts anderes

  als das Ergebnis des auf die Bewusstseinsphänomene angewandten Gesetze von

  Ursache und Wirkung im kontinuierlichen Bewusstseinsstrom. Somit sind in der

  Wiedergeburtsfolge die vielen Leben nicht die Leben derselben individuellen

  "Seele" oder wie man diese illusorische Wesenheit auch nennen mag.